Haus & Wohnung ・ veröffentlicht am 21.09.2026

Haus- und Wohnungsversicherung: Eigentümer versus Mieter, wer zahlt im Schadensfall?

Blog/Haus- und Wohnungsversicherung: Eigentümer versus Mieter, wer zahlt im Schadensfall?

Die Haus- und Wohnungsversicherung ist ein Grundpfeiler in Mietsachen, doch die Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Eigentümer und Mieter sorgt oft für Verwirrung. Zu wissen, wer für was zuständig ist, hilft, Konflikte zu vermeiden und sicherzustellen, dass im Schadensfall jeder geschützt ist. Hier ein übersichtlicher Leitfaden, um diese komplementäre Beziehung zu verstehen.

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    1. Der Eigentümer

    Der Eigentümer ist für die Bausubstanz der Immobilie und die festen Einbauten zuständig. Seine Versicherung deckt die Risiken ab, die mit dem Gebäude selbst verbunden sind, unabhängig von einem Verschulden des Mieters.

     

    Der Eigentümer muss Folgendes versichern:

    • die Gebäudestruktur: Mauern, Dach, Fundamente und Dachstuhl
    • die dem Eigentümer gehörenden Einrichtungsgegenstände: beispielsweise eine Einbauküche oder sonstige im Rahmen des Mietvertrags bereitgestellte Möbel
    • die Gebäudehaftpflichtversicherung: Sie deckt Schäden ab, die Dritten durch das Gebäude selbst entstehen.
       

    Folgende Risiken werden durch die Versicherung des Eigentümers abgedeckt:

    • Feuer und Explosion
    • Wasserschäden (oft im Zusammenhang mit veralteten Rohrleitungen)
    • Sturm, Hagel und Naturkatastrophen
    • Glasbruch
    • Vandalismus (je nach Vertragsbedingungen)
       

    Das Ziel ist es, die Immobilie vor äußeren Einflüssen und natürlicher Abnutzung.

    2. Der Mieter

    Der Mieter haftet für seine eigenen Vermögensgegenstände und seine Handlungen. Seine Versicherung, auch „Miethaftpflichtversicherung“ genannt, dient dazu, von ihm verursachte Schäden zu ersetzen und sein persönliches Vermögen zu schützen.

     

    Der Mieter muss Folgendes versichern:

    • das Mietrisiko: seine Miethaftpflicht, d. h. Schäden, die er in oder an dem Wohnraum verursachen könnte (Feuer, Wasserschäden...)
    • sein persönliches Eigentum: Kleidung, persönliche Haushaltsgeräte, eigene Möbel
    • das gemietete Mobiliar
    • die private Haftpflichtversicherung: Sie deckt Schäden ab, die Dritten zugefügt werden.
       

    Folgende Risiken werden durch die Versicherung des Mieters abgedeckt:

    • Feuer und Wasserschäden, die vom Mieter verursacht wurden
    • Diebstahl und Glasbruch
    • Besonderheit: die Reparatur der vom Mieter verursachten Schäden am Gebäude (z. B.: ein Küchenbrand oder ein Glasbruch)
       

    3. Zusammenfassung: Wer zahlt was im Schadensfall?

    Entscheidend ist die Ursache des Schadens. Je nach Situation fällt die Leistung der Versicherungen aus:
    Art des Schadens Wer zahlt? Welche Versicherung greift?
    Vom Mieter verursacht (z. B. das Schließen des Wasserhahns vergessen) Mieter Versicherung des Mieters
    Aufgrund eines Baumangels / aus natürlichen Gründen entstanden (z. B. undichte alte Rohrleitung, Blitzschlag) Eigentümer Versicherung des Eigentümers
    Schäden an persönlichem Eigentum Eigentümer oder Mieter, je nachdem, wer für den Schaden verantwortlich ist Versicherung der jeweiligen Partei

    4. Wichtig: obligatorisch oder empfohlen?

    Es ist wichtig, auf einen wesentlichen Unterschied hinzuweisen: Die Haus- und Wohnungsversicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

    Es wird jedoch dringend geraten, dass beide Parteien für einen optimalen Schutz versichert sind:

    • Der Eigentümer schützt die Immobilie gegen externe Unwägbarkeiten und Baumängel.
    • Der Mieter gewährleistet den Schutz seines eigenen Eigentums und haftet gegenüber dem Eigentümer für den gemieteten Wohnraum.

    Ohne Versicherung läuft jede Partei Gefahr, im Schadensfall erhebliche finanzielle Verluste tragen zu müssen, was schwerwiegende Folgen haben kann. Auch wenn der Abschluss einer Hausratversicherung nicht immer eine strikte gesetzliche Verpflichtung für alle Verträge darstellt, ist er dennoch dringend zu empfehlen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

    5. Fazit

    Wenn diese jeweiligen Verantwortlichkeiten eingehalten werden, können Mieter und Eigentümer ganz entspannt leben. Sei es aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung oder reiner Vorsicht – sich ergänzende Versicherungen sind die beste Garantie, um unvorhergesehene Ereignisse des Alltags zu bewältigen.

     

    Gut zu wissen:

    Für den Mieter ist die für die „Mieterversicherung“ gezahlte Prämie steuerlich absetzbar. 

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