Dieses Video stellt Ihnen die wichtigsten Änderungen des Rentensystems vor, wie z. B. die Anpassung des Beitragssatzes, die progressive Verzögerung des Vorruhestands, das Aussetzen der Korrekturmechanismen der Reform von 2012 und die finanziellen Auswirkungen für den Staat.
Die neue Rentenreform ist im Januar 2026 in Kraft getreten. Wissen Sie, was sich ändern wird? Claudia Halmes-Coumont, Direktorin von LALUX-VIE, stellt Ihnen die wichtigsten Maßnahmen der Reform und ihre Folgen für die heutigen Erwerbstätigen vor. Planen Sie Ihren Ruhestand rechtzeitig, um Ihre Zukunft zu sichern!
#LALUXOfficeTalk Die Rentenreform
Die Rentenreform trat im Januar 2026 in Kraft. Sie bringt Anpassungen mit sich. Aber die eigentliche Frage ist einfach: Macht sie das System langfristig nachhaltig?
Luxemburg hat eines der großzügigsten Rentensysteme Europas. Über die gesamte Rentenlaufzeit zahlt das System etwa doppelt so viel aus, wie für jeden Rentner eingezahlt wurde. Und das hat jahrzehntelang funktioniert, da die Erwerbsbevölkerung sehr schnell anstieg. Das Modell basiert auf einem Wachstum von fast 3 % pro Jahr, was einer Verdopplung der Beitragszahler alle 24 Jahre entspricht.
Dieses Wachstum gehört aber der Vergangenheit an. Heute verändert sich die Demografie und das Wachstum reicht nicht mehr aus, um dieses Modell zu finanzieren. Vor der Reform reichten die Beiträge nicht mehr aus, um die Renten ab 2026 zu bezahlen und man begann, die Reserven zu nutzen. Heute finanzieren etwa 2,2 Erwerbstätige einen Rentner. Bis zum Jahr 2040 wird dieses Verhältnis auf 1,6 sinken. Das ist weder eine Meinung noch eine Ideologie. Das ist Mathematik. Ein System, das dauerhaft mehr ausgibt als es einnimmt, gerät immer aus dem Gleichgewicht.
Betrachten wir nun die wichtigsten Maßnahmen der Reform und ihre Auswirkungen in Zahlen über einen Zeitraum von sechs Jahren.
Erste Maßnahme:
Die Beiträge werden erhöht. Der Satz steigt von 24 % auf 25,5 %. Über einen Zeitraum von sechs Jahren bringt dies der Rentenkasse etwa 3,6 Milliarden Euro ein. Für den Staat, der ein Drittel finanziert, bedeutet dies jedoch auch zusätzliche Kosten in Höhe von fast 2 Milliarden Euro.
Zweite Maßnahme:
Vorruhestandsregelungen werden leicht verzögert. Um einige Monate pro Jahr, bis zu acht zusätzlichen Monaten ab 2030. Geschätzte Auswirkungen über sechs Jahre: Einsparungen in Höhe von etwa 1 Milliarde Euro.
Dritte Maßnahme:
Für derzeitige Rentner werden die in der Reform von 2012 vorgesehenen Korrekturmechanismen ausgesetzt. Die Bremse der Rentenanpassung und die automatische Streichung der Jahresendzulage werden verschoben. Geschätzte Kosten über sechs Jahre: rund 2,5 Milliarden Euro.
Letztendlich dient ein Großteil der Anstrengungen der heutigen Erwerbstätigen dazu, die Leistungen für jetzige Rentner beizubehalten, indem Sanierungsmaßnahmen aufgeschoben werden. Das Ergebnis ist klar: Die Erschöpfung der Rentenreserven wird nur um vier Jahre verzögert. Man gewinnt Zeit. Aber das strukturelle Ungleichgewicht bleibt bestehen.
Eines ist also sicher: Es müssen weitere Reformen folgen! Unterdessen eine wichtige Botschaft: Je länger die Reform verzögert wird, umso wichtiger ist es, dass jeder seine Altersvorsorge klar und realistisch plant und nicht wartet, dass sich das Problem von selbst löst.
easyLIFE Pension
EntdeckenRentenreform 2026 in Luxemburg: Was ist zu beachten?
Mehr erfahren
